Evangelische Frauen Schweiz (EFS)

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Thema Arbeit, Armut

«Arbeit schützt vor Armut.» «Arm ist nur, wer nicht arbeitet.» Solche Redensarten hören wir immer wieder, aber wie sieht das in unserer heutigen Gesellschaft wirklich aus? Schliessen sich Arbeit und Armut tatsächlich aus? Haben sie das je getan?

Arbeit und Armut haben miteinander zu tun, aber nur gute gerechte Arbeitsverhältnisse, angemessene Entlöhnung und die Anerkennung jeder Art von Arbeit – ob auf der Teppichetage dirigieren oder hinter allen andern den Dreck zusammennehmen – schützen grundsätzlich vor Armut und problematischen sozialen Situationen.

Die EFS setzen sich zusammen mit gleichgesinnten Organisationen ein für die Vereinbarkeit von Familie und Berufsarbeit, gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, gerechte und gesunde Arbeitsverhältnisse. Die Anerkennung von unbezahlter Arbeit – ob Freiwilligenarbeit und Ehrenamt in Organisationen, Kirche und andern gesellschaftlichen Feldern oder unbezahlte «Care»-Arbeit (Pflege und Betreuung) in Familie und Nachbarschaft – ist den EFS seit jeher ein grosses Anliegen.

Die EFS veröffentlichen Standpunkte und Artikel zu diesen Themen und sie beteiligen sich an Kampagnen zusammen mit ihren Partnerinnenorganisationen.

Das Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut erarbeitet neue Grundlagen und vernetzt die hauptzuständigen Akteure. Eine erste Projektevaluation finden Sie hier.

Aktuelles

Arbeit und Care

Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat Ende 2016 in einer umfangreichen Publikation u.a. Informationen zu kantonalen und kommunalen Angeboten im Bereich familienergänzende Betreuung veröffentlicht. Travail Suisse begrüsst den Entscheid des Bundesrates vom anfangs Februar 2017, einen Gesetzesentwurf zu erarbeiten, der den Erwerbsersatz für pflegende Angehörige regeln soll. Weitere Informationen...


Kampagne Konzernverantwortungsinitiative:

Am 10. Oktober 2016 wurden die über 140’000 Unterschriften zur Konzernverantwortungsinitiative eingereicht. Am 15. September 2017 hat der Bundesrat seine Botschaft ans Parlament veröffentlicht:

Er lehnt die Initiative ab und schickt sie ohne einen Gegenvorschlag zur Debatte in die beiden Räte. Er anerkennt, dass Menschenrechtsverletzungen durch Konzerne mit Sitz in der Schweiz ein Problem sind. Doch anstatt endlich zu handeln setzt er weiterhin auf «freiwillige Massnahmen».

Die Kommission für Rechtsfragen des Ständerats hat am 14. November 2017 mit 8 zu 1 Stimmen bei 1 Enthaltung einer Komissionsinitiative zur Ausarbeitung eines indirekten Gegenentwurfs zur Volksinitiative "Für verantwortungsvolle Unternehmen - zum Schutz von Mensch und Umwelt" (Konzernverantwortungsinitiative) zugestimmt. 

Hier erfahren Sie mehr.

Die Initiative kommt voraussichtlich 2020 zur Abstimmung.

Der Verein KOVI ist für den Abstimmungskampf auf ideelle und finanzielle Unterstützung angewiesen. Sie erfahren alles rund um die Initiative unter: www.konzern-initiative.ch

 Die Konzernverantwortungsinitiative gibt dem Parlament und der Bevölkerung die Chance, die Untätigkeit des Bundesrates zu korrigieren und einen Schritt in Richtung eines zukunftsorientierten, nachhaltigen und gerechteren Wirtschaftsstandortes Schweiz zu machen. Mehr...