Evangelische Frauen Schweiz (EFS)

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Thema Arbeit, Armut

Arbeit schützt nicht mehr vor Armut!

Finanzielle Engpässe entstehen u.a. durch:

  • Befristete Arbeitsverträge
  • Nicht sozialversicherte Arbeitszeit
  • Teilzeit- oder Saisonarbeit
  • Arbeit in Kleinbetrieben

Die Folgen davon: Betroffene können sich alltägliche Gebrauchsgüter nicht mehr leisten. Unerwartete Rechnung z. B. für eine Zahnbehandlung können nicht bezahlt werden. Die Wohnsituation wird beklemmend und ungesund durch Lärm, Umweltbelastung, Vandalismus, Kriminalität.

Betroffen sind Menschen

  • die alleinstehend sind
  • die in Eineltern-Haushalten leben
  • Junge und Alte
  • im Alter oftmals Frauen
  • Menschen mit Migrationshintergrund
  • Menschen mit kleinem, aber auch immer öfter mit grossem Bildungsrucksack

 

In der Schweiz lebten 2018 660'000 Menschen in Armut. Die EFS setzen sich zusammen mit anderen Organisationen ein für:

  • die Vereinbarkeit von Sorge- und Erwerbsarbeit
  • für Lohngleichheit
  • die Versicherung von Arbeit in unterschiedlichen Arbeitsmodellen
  • die Anerkennung von Freiwilligen und ehrenamtlicher Arbeit

 

 

Die EFS veröffentlichen Standpunkte und Artikel zu diesen Themen und sie beteiligen sich an Kampagnen zusammen mit ihren Partnerinnenorganisationen.

Das Nationale Programm zur Prävention und Bekämpfung von Armut erarbeitet neue Grundlagen und vernetzt die hauptzuständigen Akteure. Eine erste Projektevaluation finden Sie hier.

 

 

Aktuell

Arbeit und Care

Das Staatssekretariat für Wirtschaft hat Ende 2016 in einer umfangreichen Publikation u.a. Informationen zu kantonalen und kommunalen Angeboten im Bereich familienergänzende Betreuung veröffentlicht. Travail Suisse begrüsst den Entscheid des Bundesrates vom anfangs Februar 2017, einen Gesetzesentwurf zu erarbeiten, der den Erwerbsersatz für pflegende Angehörige regeln soll. Weitere Informationen...


Konzernverantwortungsinitiative

Am 10. Oktober 2016 wurden die über 140’000 Unterschriften zur Konzernverantwortungsinitiative eingereicht. Am 15. September 2017 hat der Bundesrat seine Botschaft ans Parlament veröffentlicht:

Er lehnt die Initiative ab und schickt sie ohne einen Gegenvorschlag zur Debatte in die beiden Räte. Er anerkennt, dass Menschenrechtsverletzungen durch Konzerne mit Sitz in der Schweiz ein Problem sind. Doch anstatt endlich zu handeln setzt er weiterhin auf «freiwillige Massnahmen».

 Die Konzernverantwortungsinitiative gibt dem Parlament und der Bevölkerung die Chance, die Untätigkeit des Bundesrates zu korrigieren und einen Schritt in Richtung eines zukunftsorientierten, nachhaltigen und gerechteren Wirtschaftsstandortes Schweiz zu machen. Mehr...